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Dienstag, 17. August 2010

Zypern schließt den Stoffkreislauf

In Zyperns modernster Abfallbehandlungsanlage in Kossi nahe Larnaca werden aus Hausmüll Wertstoffe, Ersatzbrennstoffe und Kompost gewonnen.

An wichtigen Schlüsselpositionen: Zerkleinerungs- und Separationstechnik von Komptech.

Für Zypern ist der Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen. Die Botschaft, dass sich Tourismus langfristig nur sichern lässt, wenn auch die Umwelt in Ordnung ist, und dass eine saubere Umwelt etwas kostet, ist in Zypern bereits angekommen. Mit der offiziellen Eröffnung der Anlage wurde mit der Tradition der „rauchenden Deponierung“ radikal gebrochen und ein neues Müllzeitalter begonnen.

 

Die Anlage besitzt eine Jahreskapazität von 200.000 Tonnen und ist entsprechend den lokalen Entsorgungsgewohnheiten auf die Verarbeitung von Hausmüll ausgelegt. Als Auftraggeber fungierte das Innenministerium, errichtet wurde die Anlage von Helector S.A., einem auf Umwelttechnologie spezialisierten Tochterunternehmen des griechischen Baukonzerns Ellaktor S.A.

 

Flexibles Anlagenkonzept

Kommt der Abfall in die Anlage, macht er als erstes mit Komptech-Zerkleinerern Bekanntschaft. Dann folgen Trommelsiebe, in denen eine grobe Vortrennung entsprechend der Korngröße stattfindet.

Für Nikos Saravelakis, den technischen Leiter der Anlage, sind die robusten Zerkleinerer der Terminator Reihe die richtige Lösung. Obwohl bald 1000 Betriebsstunden im Einsatz, ist an den Zerkleinerungswerkzeugen kaum Verschleiß feststellbar.

Die weitere stoffliche Auftrennung erfolgt durch Ballistikseparatoren und anschließende automatische Sortiersysteme, die gezielt Wertstoffe wie Folien, Papier und PET-Flaschen herausholen. Folien dienen beispielsweise der Herstellung von hochwertigem Ersatzbrennstoff für die Zementindustrie.

Sehr zufrieden ist der Anlagenleiter mit der Funktion und Verfügbarkeit der Anlage. Schon von Beginn an wurden die Auslegungsdaten ohne Probleme erreicht, und daran hat sich bis jetzt nichts geändert. Ein Grund liegt sicher in der Sorgfalt des Betreibers selbst: Auf nur wenigen Anlagen besitzen Wartung und Reinigung einen so hohen Stellenwert wie hier in Larnaca.

Die organische Fraktion wird in einer geschlossenen Anlage entweder als Ersatzbrennstoff getrocknet oder kompostiert und dann auf einer offenen Miete nachgerottet. Durch regelmäßiges Umsetzen mit dem Topturn und anschließendes Absieben mit Multistar-Sternsieben gelingt eine Nutzbarmachung des ehemaligen Mülls als Bodenverbesserer.

 

Mit diesem richtungweisenden Konzept gelingt es, flexibel auf die Abfallqualität und die Marktanforderungen – mehr Wertstoffe, mehr Ersatzbrennstoffe oder mehr Kompost – zu reagieren. Gestern war Abfallbehandlung gleich Deponierung, heute ist sie ein wertvoller Beitrag zur Ressourcenschonung.

 



Weitere Informationen:
Andreas Kunter


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