Auf zu neuen Ufern

Der niederländische Recycler Aalbers hat eine lange Tradition. Das hindert ihn aber nicht, weitreichende Änderungen durchzuführen.

15. Januar 2019

Obwohl ihr 80-jähriges Jubiläum kurz bevorsteht, ist die Firma H.J. Aalbers and Zn. im niederländischen Aalten alles andere als altbacken. Mit beinahe jugendlichem Elan ist der Spezialist für Erdarbeiten, Container-Transporte und Umweltdienstleistungen gerade dabei, sich zu vergrößern. Bald wird alles an einem Ort versammelt sein und die Vorzüge der Komptech-Maschinen werden noch sichtbarer werden. „Was 1939 auf 150 Quadratmetern begann, wird bis 2019 etwa 58.000 Quadratmeter groß sein“, erzählt Frank Aalbers, welcher das florierende Familienunternehmen bereits in vierter Generation leitet.

CHANCEN NUTZEN
Wenn man sich bei Aalbers umsieht, wird einem schnell klar, dass Recycling das Hauptgeschäft der Firma ist. Vor etwa 15 Jahren sahen Frank und sein Vater Jos bereits voraus, dass sich neue Chancen in den Bereichen Biomasse, Granulat und Kompost ergeben würden. Sie machten sich daran, das Unternehmen entsprechend aufzustellen. Frank Aalbers: „Natürlich wäre das Gespann Zerkleinerer und Sieb von Komptech ideal gewesen, aber das war uns zu viel am Anfang. Wir probierten andere Marken, doch bald wurde klar, dass ein konsequent professioneller und prozessorientierter Ansatz notwendig war, um erfolgreich zu sein."

WENIGER LÄRM, MEHR PRODUKTIVITÄT
Den Schritt zu Komptech machte man 2014 mit dem Kauf zweier Gebrauchtmaschinen von Harald Wildenbeest, Kundenberater bei PON Equipment, dem Benelux-Vertriebspartner von Komptech. Die Wahl fiel auf einen generalüberholten Zerkleinerer Crambo 5000 und ein Sternsieb Multistar L3. Nach drei Jahren wurde der Zerkleinerer gegen einen neuen ausgetauscht. „Aufgrund unseres Vertrauens in die Marke Komptech, PON und unseren zuständigen Kundenberater Harald kauften wir einen neuen Crambo 5200 direct“, erzählt Frank Aalbers. Frank und seine Mitarbeiter sind mit dem neuen Crambo sehr zufrieden. Er ist merkbar leiser als der ältere Crambo 5000 und verbraucht fast 50 Prozent weniger Treibstoff dank seines Direktantriebs. Die Produktivität ist höher, wie auch die Qualität des Endprodukts.

FÜNF EURO PRO STUNDE GESPART
Am Grünschnitt-Standort der Firma zeigt das Sternsieb L3 was es kann. Holz und Sand werden sauber getrennt, um ein optimales Produkt zu erhalten. Die L3 wird normalerweise mit Strom vom eigenen Aggregat betrieben, doch Aalbers hat eine Verbindung an das Stromnetz eingebaut. „Das spart uns fünf Euro an Betriebskosten jede Stunde. Es ist auch leiser und emissionsfrei“, zeigt sich Frank begeistert. Die L3 ist zwar in die Jahre gekommen, aber das merkt man nicht an der Leistung. Durch die Generalüberholung war die Maschine von Anfang an ausgesprochen leistungsfähig. Die Siebsterne werden satzweise ersetzt, damit die Leistung konstant bleibt, und der Crambo bekommt einen Teilsatz neuer Zähne bei Bedarf.

VIELE MÖGLICHKEITEN
Nach einer Tour durch die Aalbers-Standorte wird klar, dass ein gemeinsamer Standort viele Möglichkeiten bieten wird, vor allem, da die Maschinen nicht zwischen den Standorten hin- und hergefahren werden müssen, sondern die Materialflüsse reibungslos ineinandergreifen. „Die Niederlande gehen Schritt für Schritt weg von Erdgas, und Holz-Recycling kann dabei eine große Rolle spielen. Aus unserer Perspektive bietet die Zukunft sehr interessante Möglichkeiten“, bemerkt Frank.