Biomasse: Aufbereitung mit System

Die wirtschaftliche und effektive Aufbereitung von Biomasse wird auch zukünftig kaum an Bedeutung verlieren, ganz im Gegenteil: In einem stark umkämpften Markt wird sie wichtiger denn je. Komptech bietet dazu ein komplettes Aufbereitungsprogramm an.

Pressemitteilung, 08. Januar 2017

Der holzige Anteil im Grünschnitt wird zunehmend auch als Biomasse- Brennstoff genutzt. Dieses Material wird gerne als „Schredderholz“ bezeichnet, was insbesondere auf die Form der Aufbereitung zurückzuführen ist: Das Material wird in der Regel nicht durch schneidende Werkzeuge zerkleinert, sondern hier erfolgt eine Zerkleinerung mit stumpfen Werkzeugen. Dabei wird das Holz gebrochen und gerissen. Bei schnell laufenden Werkzeugen erfolgt auch eine „Prallzerkleinerung“. 

 

 

Gezielte und durchdachte Aufbereitung: Typisch Komptech

Die Aufbereitungstechnik spielt wie so oft die entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Verwertung des holzigen Grünschnittanteils, sei es für die Kompostierung oder für die Brennstoffgewinnung. Für viele Kompostierungsanlagen ist neben der Kompostierung die wirtschaftliche und effektive Produktion qualitativ hochwertiger Biomasse ein enorm wichtiges und unverzichtbares Standbein geworden, sodass eine genaue Betrachtung der passenden Aufbereitungstechnologie entscheidend für Erfolg oder Misserfolg der Brennstoffnutzung werden kann. 

Schredderholz hat viele Facetten: Entsprechend der getrennt oder gemischt gesammelten Ausgangsmaterialien entstehen auch unterschiedliche Brennstoffqualitäten. So unterscheidet sich das beispielsweise aus Baum- und Strauchschnitt hergestellte Schredderholz von jenem aus Wurzelstöcken. Die Aufbereitung muss auf diese unterschiedlichen Grundvoraussetzungen genau abgestimmt sein: Das Material muss nämlich sowohl mechanisch wie auch biologisch aufbereitet werden. Mechanisch erfolgt dies durch eine Kombination von Zerkleinern, Sieben und Windsichten, biologisch durch die Trocknung.

Die Aufbereitung beginnt mit einem langsam laufenden Zerkleinerer (1 bis 2 m/s Rotor-Umfangsgeschwindigkeit). Hier bietet sich der robuste Universal-Holzzerkleinerer Crambo an, der mit großen Siebkörben die richtige Körnung für die weitere Verarbeitung erzeugt. Alternativ kann auch auf den schnell laufenden Universal-Holzzerkleinerer Axtor zurückgegriffen werden: Je nach Inputmaterial kann wahlweise mit feststehenden oder freischwingenden Werkzeugen gearbeitet werden.

Abhängig von der Feuchte des Ausgangsmaterials wird das zerkleinerte Material dann biologisch für ein bis drei Wochen getrocknet. Die Verwendung von entsprechend dimensionierten Umsetzern beschleunigt dabei den Arbeitsprozess, damit das Material vor allem trocknet und nicht kompostiert, was zu einer unerwünschten Verdunkelung des Rohstoffs führen würde.

Der neue Topturn X4500 ist dazu das absolut passende Gerät, das durch eine groß dimensionierte, hydraulisch angetriebene Umsetzwalze effizientes Arbeiten garantiert. 

 

 

Letzte Arbeitsschritte: Sieben und Reinigen

Danach erfolgt die Siebung des Materials in drei Fraktionen, idealerweise mit einer Sternsiebanlage der Multistar-Reihe, zum Beispiel der Multistar L3. Hier werden in einem Arbeitsgang drei Fraktionen erzeugt, der Biomassebrennstoff entsteht dabei aus der Mittelfraktion. Beim Lauf über die rotierenden Sterne wird das Siebgut von Anhaftungen regelrecht abgeklopft und so speziell bei holzigem Grünschnitt eine hohe Qualität der Nutzfraktion sicher gestellt.

Diese kann abschließend noch in einen Steinseparator und bei Bedarf in einem Windsichter von unerwünschten Nebenbestandteilen befreit werden. Der Stonefex-Steinseparator erhöht die Brennstoffqualität, indem er mehr als 90 Prozent der enthaltenen Steine und Inertstoffe entfernt. Verunreinigungen mit Leichtstoffen wie zum Beispiel Folienplastik werden über die Windsichtung mittels Hurrikan-Windsichter abgetrennt.

Wer es noch kompakter will, auch dem kann geholfen werden: Komptech hat beide Maschinentechniken im Hurrifex vereint, den es sowohl stationär wie auch in mobiler Ausführung gibt. In nur einem Arbeitsgang werden schwere und harte Fremdstoffe mit den leichten Fremdstofffraktionen ausgeschieden. Die Trennparameter lassen sich einfach einstellen und ermöglichen damit ein breites Anwendungsgebiet. Alle Komponenten werden elektrisch angetrieben, der Strom kommt vom Netz oder dem eingebauten Dieselgenerator.

Bei einem durchschnittlich gesammelten Grünschnitt lassen sich so zwischen 35 und 50 Prozent als Brennstoff gewinnen. Die Unterschiede entstehen durch die biologische Trocknung. Bei schnell laufenden Zerkleinerern und ohne biologische Trocknung werden diese Werte nicht erreicht.

 

Für sein 25-jähriges Jubiläum hat sich Komptech übrigens wieder etwas Besonderes ausgedacht: Beim Kauf einer neuen Mobilmaschine im Aktionszeitraum gibt es ab sofort eine Gewährleistung von 25 Monaten oder 2500 Betriebsstunden. Der Aktionszeitraum beginnt am 1. März und endet am 31. August 2017.