Gut aufgestellt für das EBS-Match

In der Anlage der slowakischen t+t in Zilina nimmt es eine Mannschaft von Komptech-Maschinen mit jedem Gegner auf.

22. Januar 2013

EBS, das sind Ersatzbrennstoffe aus Abfall. Damit werden die Tore geschossen. Wer einen hochqualitativen EBS herstellen kann, hat gewonnen oder zumindest ein gutes Geschäft in den Händen. Die slowakische Firma t+t aus Žilina hat eine solche EBS-Anlage in Betrieb genommen. Darin sorgt eine starke Maschinen-Mannschaft für ein gutes Spiel. Die Mannschaft ist geschlossen grün, alle stammen aus dem Hause Komptech: Terminator, Flowerdisc, Multistar, Ballistor und Rasor.

Hauptabnehmer Zementindustrie
Gewonnen wird ein Premium-EBS aus gemischtem häuslichem Abfall. Kein leichtes Match für Standard-Maschinen, aber ein sicheres Spiel für Premium-Maschinen, wie Komptech sie liefert. Hauptabnehmer ist das Unternehmen ecorec, das damit das Zementwerk von Holcim in Rohožník beliefert.

Zwei Pioniere begegnen sich
Vor zwei Jahren begegneten sich hier zwei Pioniere: das Unternehmen t+t auf der einen Seite und Komptech auf der anderen Seite. Die gemeinsame Vision für ein Aufholmanöver zur modernen Ressourcen- und Abfallwirtschaft hat sie zu Partnern gemacht. Innerhalb kurzer Zeit wurde das Projekt der Ersatzbrennstoff-Aufbereitungsanlage Žilina geplant, realisiert und in Betrieb genommen. Jetzt „spielen“ in Dolný Hricov ein Terminator 3400 S, ein Flowerdisc, eine Multistar 2-SE, ein Ballistor 6300 und ein Rasor 5400 zwölf Stunden am Tag mit dem Hausabfall der Kunden von t+t, bis die daraus gewonnenen Produkte passen und t+t damit Gewinne machen kann. Direktor über die Anlage ist Juraj Hollý, als Leiter fungiert Miloš Durajka. Mit den beiden arbeiten 50 Jahre Erfahrung auf der Anlage.

Schlechte Zeiten für Deponien
Mit der neuen Anlage brechen auch in der Slowakei schlechte Zeiten für Deponien an. Der Deponieraum ist ja schon knapp und die Ablagerung unbehandelter Abfälle aus Umweltsicht nicht mehr zu rechtfertigen. Auch wenn es in der Slowakei noch nicht verboten ist, unbehandelte Abfälle abzulagern. Aber der Druck aus Brüssel, die europäische Deponieverordnung zu erfüllen, und die Ankündigung einer Deponiesteuer werden es t+t wieder leichter machen, seine Vorreiterrolle auch wirtschaftlich zu untermauern.