IM HOHEN NORDEN

Seit 1992 betreibt Ronny Edefall im schwedischen Kiruna das Unternehmen Ro Svets & Rep. AB. Er sorgt dafür, dass man auch jenseits des nördlichen Wendekreises bei tiefsten Temperaturen nicht frieren muss.

16. April 2019

Kiruna ist die nördlichste Stadt Schwedens. Schon im September sind Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Seltenheit. „Für uns kann es gar nicht kalt genug sein“, sagt Ronny Edefall. „Je länger und kälter der Winter, desto besser ist das für unser Geschäft.“ In mehr als 25 Jahren entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem Dienstleister, der mittlerweile 25 Mitarbeiter beschäftigt. Gemeinsam mit seinem Sohn Johan führt Ronny das Unternehmen und ist dabei nach wie vor selbst mit seinen Maschinen im Einsatz. „Wenn wir einen Job annehmen, dann sorgen wir auch dafür, dass er rechtzeitig erledigt wird. Da kommt es schon mal vor, dass der Chef selbst anpacken muss“, erzählt Ronny.

ALLER ANFANG IST SCHWER
„Es begann mit einer einfachen Werkstatt, in der ich Reparaturen und Schweißarbeiten anbot“, erinnert sich Ronny Edefall zurück. „Wir starteten danach als Dienstleister für den Bausektor und Erdbewegungen, bevor wir vor etwa acht Jahren unseren ersten Schredder gekauft haben. Mit Hilfe der Maschinen haben wir holzige Biomasse aus Altholz und Waldrestholz erzeugt und diesen erneuerbaren Treibstoff an das lokale Biomasseheizkraftwerk verkauft.“

DIE RICHTIGEN MASCHINEN
„Wir hatten früher einen Schnellläufer der Konkurrenz im Einsatz. Bei der Zerkleinerung von Altholz kam es aufgrund der Störstoffe häufig zu Beschädigungen, und die Kosten für die Reparaturen waren enorm hoch“, erinnert sich Ronny Edefall. „Aus diesem Grund suchte ich nach einem Schredder mit langsam laufenden Zerkleinerungswalzen.“ Von einer Servicefirma aus der Region bekam er den Tipp, sich den Crambo von Komptech genauer anzuschauen. „Bevor wir den Crambo kauften, hatte ich die Maschine noch nie im Einsatz gesehen. Die Youtube-Videos waren aber sehr beeindruckend. Und nachdem uns Sonny Strandberg vom lokalen Komptech-Händler Aksel Benzin AB garantierte Leistungswerte für die Maschine zusagte, war die Entscheidung für uns klar“, erzählt er. „Als ich dann rund drei Wochen später meinen neuen Crambo 5200 mit Raupenfahrwerk bei mir am Hof stehen sah, und wir die Maschine erstmals in Betrieb nahmen, dachte ich mir nur: Verdammt starke Maschine.“

EINE QUALITÄTSFRAGE
In der Zwischenzeit hat der Crambo bereits etwa 10.000 Tonnen Altholz und Waldrestholz „vernascht“ und für die thermische Verwertung aufbereitet. Um den Qualitätskriterien des Heizkraftwerkes zu entsprechen, muss das Material teilweise zwei Mal zerkleinert werden. „Aus diesem Grund interessiere ich mich auch für eine Siebanlage, die ein definiertes Korn liefern kann und zeitgleich Überlängen automatisch in den Schredder zurückführt“, erklärt Ronny Edefall seine neuen technischen Anforderungen. Mit der Multistar One hat Komptech hier genau die richtige Lösung am Start. Eine Vorführung des schwedischen Vertriebspartners Aksel Benzin AB ist bereits geplant. Auch ein Eisen- und Nichteisen- Separator der Type Metalfex könnte für Ronny in Zukunft eine Investition wert sein. Die Entscheidung für eine solche Maschine hängt letztendlich davon ab, wie viel Nichteisenmetall sich im Altholz befindet und ob man für das von Störstoffen befreite Material einen höheren Preis erzielen kann.

DAS SERVICE ENTSCHEIDET
Die größte Herausforderung für einen Maschinenbetreiber, der so weit im Norden arbeitet, ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Teilweise sind die Pakete tagelang unterwegs. „Aksel Benzin möchte hier Abhilfe schaffen, indem sie ein kleines Lager bei mir am Standort einrichten werden“, ist Edefall begeistert von der Zusammenarbeit mit dem schwedischen Komptech-Partner. Aus diesem Lager kann man die benötigten Teile entnehmen. „An einem so abgelegenen Standort ist gutes Service essentiell für den erfolgreichen Betrieb der Maschinen“, erzählt Sonny Strandberg von Aksel Benzin AB.