In einem fernen Land

Vor 25 Jahren entschlossen sich vier junge Männer Abfallbehandlung in größerem Maßstab zu betreiben. Heute ist Living Earth der größte Kompostierer des Landes.

11. Februar 2019

Seit 2014 gehört das Unternehmen Living Earth in Auckland (Neuseeland) nun zur Waste Management New Zealand Ltd. und produziert an vier Standorten im Land hochwertigen Kompost. Insgesamt werden 120.000 Tonnen Grünschnitt und Bioabfälle gesammelt.

BERUFUNG STATT BERUF
Daniel O´Carroll ist seit 2014 Betriebsleiter der Anlage in Christchurch. „Mich mit Umweltschutz und nachhaltigenTechnologien zu beschäftigen, entsprach hundertprozentig meinen persönlichen Werten und stand deshalb in meiner Wunschliste immer schon ganz oben.“ Seitdem fährt der passionierte Ausdauersportler öfters mit dem Rad zur Arbeit. „Sind ja nur 15 Minuten“, erklärt er lächelnd.

SAISON-ARBEIT
Die Anlage in Christchurch ist seit 2009 in Betrieb und steht im Eigentum der Stadt. Living Earth hat aber einen 15-jährigen Vertrag zum Betrieb der Anlage. „Christchurch ist eine von nur zwei Kommunen in Neuseeland, die den Bio- und Gartenabfall getrennt sammeln“, erklärt O´Carroll. 50.000 Tonnen jährlich kommen aus dieser Sammlung, dabei unterliegt das Materialaufkommen starken jahreszeitlichen Schwankungen. „Das hat natürlich große Auswirkungen auf den Betrieb der Anlage.“

AUF DER SUCHE NACH STRUKTUR
„Im Frühjahr ist es vermehrt Gras, das angeliefert wird. Daher brauchen wir für einen Kompostierungsprozess viel zusätzliches Strukturmaterial“, schildert O´Carroll. Dafür werden die Überlängen aus der Absiebung des Komposts herangezogen, nochmals zerkleinert und in den Prozess rückgeführt. Für den funktionierenden Prozess spielen einige dunkelgrüne Maschinen aus dem Hause Komptech eine wichtige Rolle.

DER PROZESS IM DETAIL
„Die Vorzerkleinerung übernimmt ein stationärer Crambo 6000“, schildert O´Carroll seinen Prozessablauf. Anschließend wird das Material in Tunneln etwa zwei Wochen einer intensiven Rotte unterzogen, um anschließend acht Wochen im Freien zu reifen. „Da kommt dann der Topturn X63 ins Spiel“, erzählt er weiter. Für die abschließende Separation wird gerade mit dem Komptech-Projektbüro in Wien eine neue Lösung erarbeitet, da dieser Prozessschritt momentan den Engpass im Prozess darstellt. „Dieser Schritt wird dann aus einem Aufgabebunker, einem stationären Trommelsieb der Type Cribus 3800 sowie einer abschließenden Störstoffentfrachtung mittels Stonefex oder Hurrifex bestehen,“ hat er die Pläne schon ganz genau im Kopf.

SERVICE IST TRUMPF
„Wenn die Maschinen alleine zehn Wochen für den Transport nach Neuseeland benötigen, kann man sich vorstellen, wie wichtig Service am anderen Ende der Welt ist. Und hier haben wir mit ELB Equipment den richtigen Partner“, lobt O´Carroll seinen Berater John Grant von ELB. „Das Service und die Verfügbarkeit von Ersatz- und Verschleißteilen sind ausgezeichnet. So muss es sein.“