Mit dem Terminator
zum Turnaround

Nach wirtschaftlichen Verlusten des Entsorgungsunternehmens Prairieland Solid Waste Facility, Minnesota hat Billeye Rabbe die Geschäftsführung übernommen. Sie analysierte die Kosten und sorgte mit neuer Maschinentechnik wie dem Terminator 6000 für schwarze Zahlen.

04. Juni 2020

Billeye Rabbe hat einen für ihre jetzige Funktion als Geschäftsführerin eines Entsorgungsunternehmens eher untypischen Werdegang hinter sich, denn sie ist eigentlich ausgebildete Betriebswirtschaftslehrerin. Als Angestellte der Universität von Minnesota kam sie bereits 1990 in Kontakt mit Prairieland Solid Waste Management. Damals erbrachte sie Beratungsdienstleistungen in Umweltfragen für mehrere Anlagen im Land, unter anderem für ihren jetzigen Arbeitgeber. Diese Verbindung schaffte letztlich das Vertrauen, sie im Jahr 2013 mit der Aufgabe zu betrauen, die wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens zu lösen, und es wieder auf gesunde Beine zu stellen. Ein Problem als Frau in diesem männerdominierten Geschäft hat Billeye Rabbe nicht: „Da kann ich sicher mithalten. Ich habe alle Ausbildungen gemacht, um unser komplettes Equipment bedienen zu können, und ich habe auch keine Angst davor, mir die Hände schmutzig zu machen“, fügt sie schmunzelnd hinzu.

VIELE MASSNAHMEN FÜR DEN „TURNAROUND“
Als Billeye Rabbe 2013 die Geschäftsleitung von Prairieland Solid Waste Facility übernahm, steckte das Unternehmen tief in den roten Zahlen und verbuchte Monat für Monat ein Minus. Eine genaue Kostenanalyse zeigte die Verlustbringer auf. Da vor allem die Energiekosten viel zu hoch waren, ließ die Chefin zunächst die Beleuchtungs- und Belüftungstechnik der Hallenflächen optimieren. Außerdem sorgten zahlreiche, kostspielige Ausfälle der damaligen Maschinentechnik für Wartungs- und Instandhaltungskosten von mehreren tausend US-Dollar pro Monat. Ein Problem, das sich nur mit der Investition in einen neuen Zerkleinerer lösen ließ.

MASSIVE KOSTENEINSPARUNG DURCH DEN TERMINATOR
Die Wahl fiel auf eine Maschine aus dem Hause Komptech: den Terminator 6000 SD mit XXF Zerkleinerungseinheit. Diese ist so konzipiert, dass sie eine sehr feine Materialqualität erzeugen kann. „Genau das macht in unserem Fall den entscheidenden Unterschied“, erklärt Billeye Rabbe. „Wir können nun in nur einem Schritt einen marktfähigen RDF erzeugen.“ RDF (Refuse Derived Fuel) ist ein Brennstoff aus zerkleinertem Müll unterschiedlicher Fraktionen mit hohem Energiewert. „Da wir dank des Terminators auf die zweite Verkleinerungsstufe verzichten können, erreichen wir immense Einsparungen – allein durch den Wegfall von Energie- und Wartungskosten“, so die Geschäftsführerin zu den zentralen Vorteilen des neuen Prozesses, und betont: „Insgesamt hat uns die Anschaffung des neuen Zerkleinerers die größten Kosteneinsparungen im gesamten Optimierungsprozess ermöglicht.“

MAXIMALE VERWERTUNGSQUOTE VON ÜBER 90 PROZENT
Mithilfe des Terminators gewinnt Prairieland Solid Waste Facility aus dem angelieferten Material – Haus-, Sperr- und Gewerbemüll – zu 90 Prozent RDF, der in einem naheliegenden Kraftwerk zur Energieerzeugung genutzt wird. Bei den verbleibenden 10 Prozent handelt es sich um ein störstoffreiches Material, das sich nicht für eine weitere Verwertung eignet und deshalb deponiert wird. 

GUTE ZUSAMMENARBEIT
„Besonders wichtig für ein erfolgreiches Unternehmen in unserer Branche ist ein qualitativ hochwertiger Maschinenpark mit einem Lieferanten, auf den man sich verlassen kann“, ist sich Billeye Rabbe sicher. Hennen-Equipment, Komptechs Vertriebs- und Servicepartner für den Bereich Minnesota, konnte dabei vollumfassend überzeugen: „Nachdem wir damals massive Probleme mit unserer alten Zerkleinerungsmaschine hatten, ging ich auf die Suche nach möglichen Alternativen. Dabei bin ich nach kurzer Recherche auf Hennen-Equipment gestoßen. Auf meine Anfrage meldete sich Brad Kicker, der verantwortliche Vertriebsmitarbeiter, noch am selben Tag bei mir, um einen persönlichen Termin zu vereinbaren. Binnen einer Woche ermöglichte er eine Maschinenvorführung bei uns am Gelände und unterbreitete ein konkretes Angebot für den Terminator samt Rücknahme der alten Maschine“, erzählt Billeye Rabbe, die auch die Kundennähe und das Engagement des Besitzers Keith Hennen lobend hervorhebt.
Ihr Team bei Prairieland Solid Waste Facility möchte Billeye Rabbe nicht unerwähnt lassen und betont: „Um all diese Maßnahmen umsetzen zu können, braucht man die richtigen Mitarbeiter an Bord und die volle Unterstützung des Vorstands.“ Auf diese zählt Billeye Rabbe auch in den nächsten ein, zwei Jahren, bevor sie in den wohlverdienten Ruhestand geht und das Geschäft mit schwarzen Zahlen und einem guten Gefühl übergeben kann.