Im Norden viel Neues
Den Lacero, Komptechs leistungsstärksten Zerkleinerer, gibt es jetzt in Norwegen schon im Doppelpack! Der in Europa entwickelte Schnellläufer überzeugt in einem von US-Grindern geprägten Markt mit hohem Durchsatz, Robustheit und niedrigen Lärmemissionen.
Mal angenommen, Sie hätten 24 Stunden Zeit, um die wunderschöne Region rund um Oslo zu erkunden. Was würden Sie tun? Ein Stadtspaziergang vorbei am königlichen Schloss, ein Besuch der Akerhus-Festung oder ein Kaffee-Stopp in Grünerløkka, dem hippen Viertel im Osten der Stadt, stünden hier wohl ganz oben auf der Liste.
Wenn man aber an großen und leistungsstarken Abfallbehandlungsmaschinen interessiert ist, dann lohnt sich ein Besuch beim kommunalen Entsorgungsbetrieb HORISONT IKS in Hunndalen. Im Horisont Miljøpark in der Nähe des größten norwegischen Sees, dem Mjøsasee, werden jährlich rund 30.000 Tonnen Altholz sowie weitere 30.000 Tonnen Grünabfälle zu Brennstoff und Kompost verarbeitet. Unterstützt wird das Unternehmen seit September 2025 dabei vom schnell laufenden Hochleistungszerkleinerer Lacero aus dem Hause Komptech. Ausgestattet mit einem 812 PS starken Caterpillar-C18-Motor und einem Eigengewicht von über 40 Tonnen sorgt die steirische Maschine für die zuverlässige Zerkleinerung von biogenen Abfällen.
„Der Lacero ist in Norwegen angekommen und beweist auch dort, was er kann.“
Christian Kulmer
Area Sales Manager für den norwegischen Markt
HOHE LEISTUNG, GERINGER VERBRAUCH
Dass der Lacero dazu in der Lage ist, deutlich mehr als die aktuellen 60.000 Jahrestonnen zu verarbeiten, ist auch dem Betriebsleiter der Anlage, Harald Tømmerstigen, bereits nach wenigen Wochen bewusst geworden.“ „Der Lacero hat eine deutlich höhere Leistung als die Vorgängermaschine eines Mitbewerbers. Somit können wir die zu verarbeitenden Materialmengen in den kommenden Jahren problemlos steigern.“
Auch die laufenden Kosten sorgen für eine positive Überraschung: „Die genauen Zahlen müssen wir uns noch im Detail ansehen, aber es ist bereits erkennbar, dass die Maschine aufgrund ihrer enormen Durchsatzleistung, dem geringen spezifischen Treibstoffverbrauch und der langen Standzeit der Werkzeuge sehr effizient und kostengünstig arbeitet.“
MAN SIEHT SICH IMMER ZWEIMAL
Am Gelände, auf dem das angelieferte Altholz mit dem Lacero zu Brennstoff für die nahe gelegene Heizanlage zerkleinert wird, treffen wir Trond Skaug, der bereits seit 1993 bei Horisont als Maschinenführer tätig ist. Er hat in den vergangenen 15 Jahren mit unterschiedlichen Schreddern gearbeitet, u. a. auch mit dem zuvor verwendeten Modell des Mitbewerbs. „Dieser Zerkleinerer hatte ständig mit technischen Problemen zu kämpfen“, blickt Skaug zurück. Der Schredder wurde daher retourniert und gegen den Lacero ausgetauscht.

Der Lacero verarbeitet problemlos große Mengen an Altholz und Grünabfällen.

Auch sperriges Holz kann die Maschine nicht aufhalten und wird schnell verarbeitet.

Bei den Kund:innen punktet der Lacero vor allem mit seiner hohen Durchsatzleistung.

Maschinenführer Trond Skaug (re.) und Sales Manager Lars A. Ravnåsen (li.) präsentieren ein starkes Ergebnis.
Komptech freut sich umso mehr über die Zusammenarbeit mit Horisont, da die beiden Unternehmen bereits seit Langem miteinander in Kontakt stehen. Schon im Dezember 2012 war Trond Skaug zu Gast bei Komptech in Frohnleiten, um sich über die Komptech-Zerkleinerer zu informieren. Damals gab es jedoch noch keinen Lacero – und die Wahl fiel auf eine Maschine des Mitbewerbs. Der zuständige Sales Manager Christian Kulmer faßt zusammen: „13 Jahre nach diesem ersten Zusammentreffen und dem Besuch eines Lacero in Dänemark hat nun endlich auch der erste Schredder von Komptech seinen Platz bei Horisont gefunden.“
LOKALER SUPPORT AUS LILLESAND
Es kommt jedoch nicht nur auf die gute Performance der Maschine an: Vor Ort steht auch ein lokaler Servicepartner für alle Fragen, Wünsche und Bedürfnisse zur Verfügung. Die Firma Magne Gitmark & Co AS aus Lillesand ist seit über 25 Jahren ein verlässlicher Komptech-Vertriebs-und Servicepartner, der den norwegischen Markt wie kaum ein anderer kennt.
Den lokalen Support weiß auch Harald Tømmerstigen zu schätzen: „Erst kürzlich haben wir einen neuen Hydraulikzylinder benötigt, der vor Ort nicht lagernd war. Das Ersatzteil wurde innerhalb von 24 Stunden vom zentralen Ersatzteillager in Österreich verschickt, geliefert und eingebaut. Das ist Spitzenklasse!“ Zudem bietet Gitmark auch die Möglichkeit, Maschinen für gewisse Zeiträume anzumieten.
NACH DEM CRAMBO KAM DER LACERO
Nur etwa eine Fahrstunde von Horisont entfernt gibt es übrigens einen weiteren Betrieb, der auf die Kompetenz von Komptech setzt. In der Nähe von Elverum befindet sich der Familienbetrieb Vermundsjøen bioenergi, der sich auf Lohnarbeiten mit Zerkleinerungsmaschinen spezialisiert hat. Im Jahr 2024 kam die Familie rund um Eigentümer Terje Hansen erstmals mit Komptech in Berührung: Damals wurde ein Crambo, eine zertifizierte Gebrauchtmaschine aus der Komptech-Mietflotte, gekauft. Und die Qualität aus Österreich überzeugte: Es folgte eine Multistar L3 Sternsiebmaschine, die langfristig angemietet wurde. Ende 2025 wurde mit dem Lacero der Maschinenfuhrpark von Terje vorerst komplettiert.
Mittlerweile kann Vermundsjøen bioenergi mit dem Crambo, der Multistar L3 und dem Lacero flexibel sämtliche Arten von Altholz und Grünabfällen verarbeiten und die von Kund:innen gewünschte Korngröße herstellen. Operativ mit dem Lacero unterwegs ist Kjell Sagmoen, ein Maschinenbetreiber mit über 25 Jahren Berufserfahrung. Im Laufe der Jahre hat er mit Schreddern verschiedenster Hersteller gearbeitet und er lobt vor allem das Störstofferkennungssystem des Zerkleinerers: „Das System funktioniert wirklich gut – das ist sehr beruhigend, falls doch einmal ein gröberer Störstoff in die Maschine gelangen sollte.“
WARTUNGSARBEITEN LEICHT GEMACHT
Kjell zeigt sich auch begeistert von der Benutzerfreundlichkeit der Maschine: „Die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten ist sehr gut gelungen. Man merkt, dass sich die Entwickler im Vorfeld viele Gedanken gemacht haben.“ Ein weiterer großer Pluspunkt für ihn: das Raupenfahrwerk der Maschine, das sich auch durch Schnee und Eis seinen Weg bahnen kann. Und so kann auch im hohen Norden die Komptech- Maschinen nichts aufhalten.
„Die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten ist sehr gut gelungen, da haben sich die Entwickler viele Gedanken gemacht.“
Kjell Sagmoen
Maschinenbetreiber von Vermundsjøen bioenergi