Unser Maschinenpark besteht zu 100% aus Komptech

Die OCO H. Weber GmbH & Co. KG ist ein familiengeführter Entsorgungsfachbetrieb mitten in Baden-Württemberg. Seit vier Generationen werden hier natürliche Rohstoffe für eine wirtschaftlich sinnvolle Wiederverwendung aufbereitet. Eine Sparte des Unternehmens – ORICO in Appenweier – ist auf die Einsammlung und Aufbereitung von Grünschnitt sowie Alt-Resthölzern spezialisiert. Hier vertraut man seit rund 20 Jahren auf die robusten Maschinen und den zuverlässigen Service von Komptech.

Auf 14 Hektar reihen sich über ein Dutzend Kompostmieten, ergänzt durch Rindenmulch- und Hackschnitzelhügel

Bildnachweis: Offenblende

 

 

Der Firmenstandort Appenweier liegt im Ortenaukreis, dem flächengrößten Landkreis zwischen Rhein und Schwarzwald. Das sollte man vor einer Besichtigung des ORICO-Geländes wissen, denn hier ist alles groß. Mehr als ein Dutzend etwa 40 Meter lange und 3,5 Meter hohe, offene Kompostmieten reihen sich dicht an dicht auf der 14 Hektar großen Freiluft-Betriebsfläche. Dazwischen befinden sich Hügel aus Rindenmulch oder Holzhackschnitzel. Die Anlage ist für die Aufbereitung von 75.000 Tonnen Grünschnitt und Naturholzreste im Jahr ausgelegt, etwa 30.000  Tonnen kommen aus dem Ortenaukreis, 10.000 Tonnen aus dem Kreis Emmendingen und weitere 10.000 Tonnen aus dem Zollernalbkreis. Es ist eine ländliche Region, hier fällt viel Grüngut an. „Das beste Geschäft machen wir mit unserem gütegesicherten Rindenmulch für den Garten- und Landschaftsbau“, erklärt Firmenchef Joshua Weber. Ebenfalls sehr gefragt ist die holzige Biomasse von ORICO. Sie macht rund 30 Prozent des Inputs aus und geht nach der Aufbereitung zur energetischen Verwertung an die umliegenden Heizkraftwerke. 

 

Die OCO H. Weber GmbH & Co. KG verarbeitet jährlich 75.000 Tonnen Grüngut

Bildnachweis: Offenblende

 

FÜR DEN BIOANBAU GEEIGNET

Die „Leistungsabteilung ORICO“, wie Weber sie nennt, produziert außerdem Rindenhumus, Grünschnitt-Kompost sowie Blumen- und Pflanzenerden. Alles ist RAL-zertifiziert und damit für den Bioanbau geeignet. „Die Qualitätsansprüche auf dem Markt sind enorm hoch, aber die Preise sollen niedrig sein“, stellt Weber fest. Bei diesem Anforderungsspagat muss die technische Ausstattung auf dem Recyclinghof einfach stimmen. Was die Zerkleinerung und die Siebung betrifft, setzt ORICO durchgängig auf Maschinen von Komptech: Die grobe Vor- und Feinzerkleinerung des Eingangsmaterials übernehmen ein langsam laufender Crambo 5200 und der Axtor 4510 als Schnellläufer. Für die präzise Siebung kommen die Sternsiebe Multistar One und XL3 sowie seit Kurzem die neue Multistar L3 KP zum Einsatz. Die Sternsiebtechnik ist für die Fraktionierung von Biomasse, Kompost und Holz besonders gut geeignet, so Weber. Durch einfache Verstellung des Siebschnitts können definierte Nutzfraktionen in den Korngrößen 0-10, 0-20, 15-40 und 20-200 abgetrennt werden. Ansonsten sind auf dem Betriebsgelände nur noch Schaufellader in Aktion zu sehen. „Komptech-Maschinen sind der zentrale Bestandteil unserer Aufbereitungsanlage. Sie gewährleisten eine effiziente, hochwertige Verarbeitung unserer Produkte“, äußert sich der Betriebschef zufrieden.

 

Geschäftsführer Joshua Weber (Mitte) mit Team

Bildnachweis: Offenblende

 

RESTSTOFFE AUS DEN SCHWARZWÄLDER SÄGEWERKEN

Die Grüngutaufbereitung macht im Familienbetrieb etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der größte Teil der Entsorgungsdienstleistung umfasst die Sammlung und Aufbereitung von Speise- und Fleischresten. Hier hat die OCO H. Weber GmbH auch ihre Wurzeln. In den 1960er-Jahren hatte Unternehmensgründer Helmut Weber die Idee, bei den kleineren Metzgereien in der Region Kälbermägen, Häute, Felle und Knochen einzusammeln und einer sinnvollen Verwertung zuzuführen. Heute zählen namhafte Unternehmen aus der Fleischverarbeitung, der Nahrungsmittelproduktion und dem Lebensmittelhandel zu den OCO-Kunden. Sie stammen aus dem gesamten Oberrheingebiet sowie aus dem benachbarten Elsass. Das “grüne” Recyclingsegment kam vor einigen Jahren dazu. Joshua Weber: „Einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft leisten, das ist unser Unternehmenskern.“ Angesichts des nahen Schwarzwaldes mit seinen holzverarbeitenden Betrieben lag die Firmenerweiterung in Richtung Sägenebenprodukten auf der Hand. Eine Vielzahl von Sägewerken in der Region lädt mittlerweile regelmäßig ihre Reststoffe bei ORICO ab. Hinzu kommt das Grüngut kommunaler und privater Entsorgungsbetriebe, aus dem Garten- und Landschaftsbau sowie von Privathaushalten.

 

Der langsam laufende 2-Wellen-Zerkleinerer Crambo 5200 übernimmt die Vorzerkleinerung des Grünschnitts

Bildnachweis: Offenblende

 

PARTNER MIT GEMEINSAMEN UMWELTZIELEN

Das Thema “Umwelt” war es auch, das Komptech und die Unternehmerfamilie Weber zusammenführte. „Aus den übereinstimmenden Zielen hat sich über die Jahre eine partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt, die von gegenseitigem Vertrauen, technischer Kompetenz und lösungsorientierter Kommunikation geprägt ist“, erklärt der Firmenchef. „Besonders wichtig ist mir der offene Austausch auf Augenhöhe und die gemeinsame Suche nach innovativen Ansätzen.“ Mit Qualität und Leistung der Komptech-Maschinen ist Weber sehr zufrieden, entscheidend sei das Gesamtpaket, zu dem auch der Service gehört. „Unsere eigenen Mechaniker sind zwar topfit und so lösen wir die meisten technischen Probleme selbst. Aber bei kniffligen Fällen greifen wir auf den Komptech-Support zurück – was zum Glück selten nötig ist“, erklärt er. Trotzdem ist der Service für ihn ein wichtiger Punkt beim Maschinenkauf. Auch wenn es um neue Herausforderungen in der Aufbereitung geht, sei Komptech für ihn der erste Ansprechpartner.

 

Als leistungsstarker Schnellläufer ergänzt der Axtor 4510 den Zerkleinerungsprozess

Bildnachweis: Offenblende

 

WIRTSCHAFTLICHER UND SICHERER BETRIEB

In diesem und im vergangenen Jahr wurden zwei Maschinen von Komptech gegen neue Modelle ausgetauscht. Elektroantrieb ist noch kein Thema, wie Weber erklärt, die Infrastruktur passt dafür noch nicht. Aber: „Natürlich wollen wir uns irgendwann in diese Richtung weiterentwickeln, vielleicht zuerst mit einer Testmaschine“, meint er. Beim Kauf neuer Maschinen achtet der Firmenchef sehr darauf, dass geltende gesetzliche Anforderungen hinsichtlich Arbeitssicherheit und Umweltschutz im Betrieb exakt eingehalten werden können. Die TA Luft ist derzeit für das Unternehmen ein großes Thema, denn bei der Aufbereitung von Altholz entsteht viel Staub. Eine eingehauste Aufbereitung wäre eine große Investition und würde erhöhten Platzbedarf bedeuten. Ein Wachstum in diesem Bereich ist deshalb eingeschränkt. Zurzeit ist ORICO gut aufgestellt, alles ist genehmigt und läuft. „Das größte Problem ist es, motivierte Mitarbeiter:innen zu finden“, sagt Weber. Wie viele Unternehmen in der Branche sucht er qualifiziertes Personal. Und was er sich für das Unternehmen darüber hinaus noch wünscht? „Einen stabilen Markt und gutes Wetter“, sagt Weber.

 

Für die präzise Fraktionierung setzt ORICO auf Multistar-Sternsiebe: flexibel einstellbare Siebschnitte ermöglichen definierte Korngrößen.

Bildnachweis: Offenblende

 


Dies ist die Online-Version des Artikels „Unser Maschinenpark besteht zu 100% aus Komptech“ aus dem Komptech Magazine Deutschland 
Bildnachweise: Alle verwendeten Bilder © Komptech GmbH, sofern nicht anders gekennzeichnet.
Änderungen und Satzfehler vorbehalten.
  • Anfrage

      *Pflichtfelder.
    • Partner finden
    • Produkte