Wertschöpfung aus allen Abfällen ermöglichen
Die Zeller Recycling GmbH in Mutterstadt bietet sämtliche Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette Abfallsammlung: Containerdienst, Transport, Verwertung und Aufbereitung von Abfällen. Damit leistet das mittelständische Familienunternehmen einen umfangreichen Beitrag zur nachhaltigen Abfallwirtschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Für einen Mittelständler dieser Branche ist der Maschinenpark groß. Zeller arbeitet mit vier stationären Anlagen für die verschiedenen Bereiche Gewerbeabfall, Altholz, Grünschnitt und Biomasse. Während gleich mehrere Lkw in Reihe vor der Einfahrtwaage stehen, sind an allen Stationen für Gewerbe-, Holz- und Grünschnittabfälle große, stationäre Anlagen dabei, die Materialberge zu verarbeiten. Unermüdlich wird zerkleinert, vorsortiert, ausgesondert und separiert. „18 Stunden am Tag in zwei Schichten sind die Anlagen im Einsatz, also 4.500 Stunden im Jahr“, so Inhaber Andreas Zeller. Nach Ende der zweiten Schicht werden die Anlagen geputzt, gewartet und sind dann bereit für den folgenden Tag.
Der heute breit aufgestellte Recycling-Dienstleister entstand – ganz klassisch – aus einem Containerdienst. Zielsetzung für den damals noch sehr jungen Unternehmer war, aus allen Materialien, die er von den Kund:innen erhielt, eine Wertschöpfung zu erzielen. Das ließ sich durch die technische Entwicklung der Anlagen Zug um Zug besser und differenzierter umsetzen.
Er konzentrierte sich zunächst auf Altholz- und Grünschnitt. Mit der Entscheidung vor sieben Jahren, die Herausforderung Gewerbeabfälle anzunehmen, kam eine weitere stationäre Anlage von Komptech dafür hinzu, die im Zuge der erweiterten Diversifizierung systematisch skaliert und in ihrer Leistung hochgefahren wurde. Ziel war entsprechend der Gewerbeabfallverordnung, qualitativ hochwertige Ersatzbrennstoffe (EBS) herzustellen. Heute produziert Zeller zertifiziertes Material für unterschiedliche Verbrennungen.
Als Mittelständler im Markt der „Großen“ erfolgreich
„Unternehmer kommt von unternehmen und nicht von unterlassen“, definiert Zeller seine Einstellung. „Wir hatten den Müll da und haben entschieden, dass es strategisch und wirtschaftlich vielversprechend ist, hier eine tiefgreifende Dienstleistung anzubieten.“ Container abholen, abladen, umschlagen und dann direkt zur Müllverbrennung könne jeder. Den Abfall sortieren, Rohstoffe wie Metalle aussortieren und Hartplastik zu separieren sowie in weitere Fraktionen zu trennen, zu zerkleinern und dann in verschiedene definierte Qualitäten für unterschiedliche Verbrennungen aufzubereiten, könnten nur wenige qualifizierte, zumeist große Unternehmen.
„Unternehmer kommt von unternehmen und nicht von unterlassen.“
– Andreas Zeller
Daher richtet Zeller sich konsequent am Pareto-Prinzip aus: 80 Prozent der möglichen Marktfelder gehen gut, 20 Prozent sind nicht wirtschaftlich und deshalb für ihn kein Markt. „Wir haben eine Anlage, die mit hohem Durchsatz für 80 Prozent unserer Vertriebskanäle eine gute Qualität produziert. Aber wir wollen mit der Anlage nicht den letzten Krümel Wertstoff herausquetschen.“ Herausgeholt werden Holz, Metallschrott und Hartkunststoff. Daraus erhält das Unternehmen jeweils passende EBS-Fraktionen für unterschiedliche Heizwerkbereiche. Hartkunst-stoff sei ein gutes Beispiel für seine 20:80-Prozent-Regel. Hier wird bei Zeller sortenrein vorsortiert und der Fensterrahmen kommt zum Kanalrohr in die PVC-Fraktion. „Aber wir holen keine Playmobilfigur heraus. Wir arbeiten in-dustriell und das heißt Durchsatz“, so Zeller.

Zellers Anlagen sind 18 Stunden am Tag im Einsatz, also rund 4.500 Stunden im Jahr.
Hier spielt es eine große Rolle, dass Komptech die Wünsche und Vorgaben von Andreas Zeller umsetzen kann. Der Maschinenbau-Ingenieur besitzt das theoretische Wissen zur Konstruktion von Maschinen und hat sich über die Jahre ein umfangreiches Praxiswissen angeeignet. Beides führt in Summe zu einem praxisorientierten, wirtschaftlichen Anlagenbau. „Aber das alles nützt mir nichts, wenn ich keinen Anlagenpartner habe, der das in Technik übersetzen kann. Bei Komptech habe ich zwei feste Ansprechpartner, die kann ich jederzeit kontaktieren. Und einer von beiden meldet sich umgehend“, berichtet er. Das sei letztlich der Grund, warum er bei Komptech kaufe, hätten doch die beiden bei allen Beschaffungsprozessen in der letzten Zeit seine Anforderungen in die Konstruktion von Komptech getragen. Pro Tag werden mehrere Tonnen Material bei Zeller angeliefert. Fällt eine Anlage mitten am Tag aus, muss das Problem bis zum Abend gelöst sein. Das ist die Anforderung an den Anlagenpartner.

Pro Tag werden mehrere Tonnen Material bei Zeller angeliefert.
Vorrangig wird im Unternehmen mit stationären Anlagen gearbeitet. Die Gründe dafür sind vielfältig. Allen voran stehen Vorschriften, die damit leichter zu erfüllen sind, z. B. die Verordnung TA Luft, BVT = Beste verfügbare Technik sowie die AbAVwV. Einfache, kontrollierbare Prozesse sind der zweite Grund. Für Zeller gilt: „Es gibt keine menschlichen Fehler. Es gibt nur nicht ausgereifte Technik und Prozesse.“ Deshalb sind bei ihm alle Schritte definiert und die Anlagen so konzipiert, dass sie in den Prozess passen – nie umgekehrt. Das Material wird immer an der gleichen Stelle abgekippt und immer an der gleichen Stelle eingegeben. Der Bagger fährt immer von Punkt A nach Punkt B. Ist die Schicht um, kommt die Reinigungseinheit. Am Morgen prüft der Betriebsleiter den Anlagenzustand und weiter geht es. Ein dritter Grund ist der höhere Durchsatz, den er mit stationären Anlagen erreicht. Auch können sie im Mehrschichtsystem gefahren werden und belasten durch die gleichlaufenden Elektroantriebe die beweglichen Teile weniger.

Der Equalizor bereitet Gewerbe-, Sperr- und Hausmüll für das Recycling und die thermische Verwertung auf.

Der Terminator xtron passt sich durch die lastabhängige Drehzahlregelung ideal an das Zerkleinerungsgut an.
Zeller ist von seiner Strategie der Diversifizierung nach wie vor überzeugt, denn die Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette halte das Unternehmen flexibel. „Wir stoßen keinen Bereich ab, weil wir kein Geld damit verdienen. Stattdessen arbeiten und investieren wir so lange in den Bereich, bis wir Geld verdienen“, sagt er. Die letzten 20 Jahre haben ihn in dieser Strategie bestätigt: Was heute Geld bringt, war einmal defizitär.
Vertrauen, das verbindet
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters vor 24 Jahren entschied sich Andreas Zeller, das Unternehmen fortzuführen. Gerade erst hatte er sein Diplom als Maschinenbau-Ingenieur in der Tasche und beabsichtigte eigentlich, erst einmal in Ruhe Berufserfahrung zu sammeln. „Aber manchmal zwingt uns das Leben, sofort erwachsen zu werden. Dann ist es gut, Partner zu haben, auf die man sich verlassen kann“, sagt er. Bereits sein Vater hatte mit Komptech zusammengearbeitet, der Sohn setzte die Zusammenarbeit fort. Über die Jahre wuchsen und gediehen seine Pläne über die zukünftige Ausrichtung des Familienbetriebs. Er weiß ganz genau, was seine Maschinen können müssen und welchen technischen Support er braucht. Mit Komptech kann er seine Vorstellungen teilen und umsetzten. „Gute Maschinen bauen können mehrere Anbieter, aber einen Service bieten, der mir garantiert, dass diese Maschinen laufen, laufen, laufen – das können nur ganz wenige. Komptech gehört für mich dazu“, sagt er.
„Bei Komptech habe ich zwei feste Ansprechpartner, die kann ich jederzeit kontaktieren. Und einer von beiden meldet sich umgehend.“
– Andreas Zeller
Heute führt Andreas Zeller den Familienbetrieb mit derselben Entschlossenheit weiter, mit der er einst Verantwortung übernommen hat – klar in der Vision, kompromisslos in der Qualität. Was ihn antreibt, ist nicht nur Technik, sondern auch Verlässlichkeit. Und genau darin liegt auch die Stärke der langjährigen Partnerschaft mit Komptech: Maschinen, die leisten. Service, der trägt. Und das gute Gefühl, sich aufeinander verlassen zu können – heute und in Zukunft.
Über die Zeller Recycling GmbH:
Standort:
Mutterstadt, Deutschland
Unternehmensgröße:
~ 49.000.000 € Umsatz
~ 200 Mitarbeiter:innen
Komptech-Maschinen:
Equalizor 8010
Terminator 6200 direct SL
Terminator xtron
Diverse Crambos (mobil und stationär)
Diverse Sternsiebe (mobil und stationär)
Diverse Trommelsiebe (stationär)