Die Elektroschrott-Experten
Kundenstory: Schweiz
Zerkleinert und recycelt. Das Recyclingunternehmen Immark hat sich auf das Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten spezialisiert. Für die Zerkleinerung der Geräte setzt der Schweizer Marktführer auf den Terminator direct SL von Komptech, der vom Elektromotor bis zum Geschirrspüler alles aufknackt und so den Zugang zu den Wertstoffen erleichtert.
Bild: Zuverlässiger Einstieg – Der Terminator als erste Station im Recyclingprozess
Immark AG ist Schweizer Marktleader in der Aufbereitung von Elektro- und Elektronikaltgeräten wie Kühlschränke, Klimaanlagen, Computer, Fernseher, Geschirrspüler und Photovoltaikanlagen, von Sammelstellen und dem Gerätehandel. Hier beginnt somit ein neues Leben für die Elektroaltgeräte: Je nach Gerät werden derzeit bis zu 95 Prozent der Materialien verwertet und rund 80 Prozent stofflich recycelt. Edelmetalle, Aluminium, Kupfer, Eisen, aber auch Kunststoffe werden aufgesplittet und zu Sekundärrohstoffen verarbeitet. Sonderabfälle und nicht recycelbare Abfälle landen in der thermischen Verwertung.

Bild: Patrick Wollemann von Immark (re.) und Yvan Grepper (li.) von GETAG (Komptech Vertriebspartner Schweiz) vor dem Terminator direct SL.
DA WIRD ORDENTLICH ZERLEGT
Der Weg vom Elektroaltgerät bis zum neuen Sekundärrohstoff, der dann beispielsweise von Schmelz- oder Stahlwerken genutzt wird, ist jedoch lang. Die Geräte müssen zunächst von Schadstoffen wie Kondensatoren, Batterien, Treibmitteln wie FCKW oder sogar Asbest bereinigt und danach in mehreren Aufbereitungsschritten zerlegt und teilweise händisch sortiert werden. Dafür hat sich das zur Thommen Group gehörende Unternehmen bei der Firma GETAG Entsorgungs-Technik AG, dem exklusiven Vertriebs- und Servicepartner der Komptech für die Schweiz, tatkräftige Unterstützung aus Österreich geholt: einen stationären Terminator direct SL von Komptech. Der langsam laufende 1-Wellen-Zerkleinerer ist für alle Arten von Abfall, auch für Industrie- und Gewerbeabfälle, geeignet. Er wird bei Immark am Standort in Regensdorf dazu eingesetzt, die Elektroaltgeräte zu zerkleinern, um einen möglichst guten Aufschluss für die nachfolgende Sortiertechnik zu erreichen.
Patrick Wollemann, Technik-Teamleiter bei Immark, fasst die Aufgaben des Schredders zusammen: „Es geht vor allem darum, dass die Elektroaltgeräte aufgeknackt werden. Dadurch können sowohl Schadstoffe als auch Wertstoffe wie eingebaute Batterien, Kondensatoren, Elektromotoren und Transformatoren aussortiert werden.“ Dann erfolgt die nächste Zerkleinerung, welche eine Separation in saubere Materialfraktionen ermöglicht. Dabei werden beispielsweise Eisen, Nichteisenmetalle oder Kunststoffe abgetrennt. Nach insgesamt drei Modulen gelangt das Material dann in die sogenannte Mühle: „Dort granulieren wir das Feinmaterial, das wir mittels Dichtetrennung wieder in Kunststoff und Metall auftrennen, sortieren das Metall in Leichtmetall und Schwermetall und erzeugen dann hochwertige Granulate“, beschreibt Patrick Wollemann das gesamte Procedere.
Bild: Hier beginnt das Recycling – Sammelfläche für vorsortierte Altgeräte in Regensdorf
AUF HERZ UND NIEREN GEPRÜFT
Der Terminator aus dem Hause Komptech, der bei der Zerkleinerung einen wesentlichen Beitrag leistet, war schon zuvor im Unternehmen kein Unbekannter: Ein mobiler Terminator 5000 S unterstützt die in fünf Ländern vertretene Thommen Group bereits seit Längerem. Ein Terminator mit Hydraulikantrieb wurde außerdem bereits erfolgreich bei einem Anlagenbauprojekt in Dubai eingesetzt. Nun wurde aber nach einer stationären Lösung gesucht – und die Wahl fiel dabei auf einen Terminator direct SL. „Wir waren eigentlich auch mit dem Hydraulikantrieb zufrieden, aber in puncto Energieeffizienz, Wartungsfreundlichkeit und Drehmoment haben wir dann doch den direkten Antrieb bevorzugt“, blickt Patrick Wollemann zurück. Vor seinem „Dienstantritt“ in Regensdorf wurde der Zerkleinerer aus dem Hause Komptech auf Herz und Nieren geprüft. „Wir haben vorab verschiedene Tests mit unterschiedlichsten Materialien durchgeführt und waren vor allem vom Aufschluss, vom Outputmaterial, vom Durchsatz und auch von den energieeffizienten Antrieben mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent überzeugt.“ Der gelernte Maschinenbauingenieur lobt aber nicht nur Leistung und Zerkleinerungsgrad der 220 Kilowatt starken Maschine, sondern auch die gute Maschinenzugänglichkeit und die einfache Handhabung. Ein großer Pluspunkt waren zudem die Ansprechpartner direkt vor Ort: „Uns war wichtig, dass wir uns auf Serviceleistungen in der Schweiz verlassen können, was die GETAG ja bietet“, so Wollemann.

Bild: Nahtlos verbunden – Förderbänder transportieren Elektroschrott und sorgen für einen effizienten Materialfluss.
HERAUSFORDERUNGEN GEMEISTERT
Es dauerte allerdings einige Zeit, bis der Terminator, der mit einem Durchsatz von zwölf Tonnen pro Stunde eine durchaus beachtliche Leistung an den Tag legt, aufgrund des inhomogenen Elektroschrott-Materials alle Ansprüche des Unternehmens erfüllen konnte. „Damit Störstoffe wie Eisenteile oder größere Elektromotoren die Anlage nicht beschädigen, musste letztendlich die komplette Zerkleinerungseinheit optimiert und verstärkt werden“, blickt Patrick Wollemann auf die anfänglichen Herausforderungen zurück. „Aber wir haben uns nie allein gelassen gefühlt. Zum einen waren die Servicetechniker von GETAG immer schnell zur Stelle und haben uns unterstützt. Zum anderen hat Komptech sofort an einer Lösung gearbeitet – und zwar nicht an uns vorbei, sondern gemeinsam mit uns, auch mit der Konstruktionsabteilung unseres Anlagenbauers.“
Das Ergebnis? Eine neue, besonders robuste Maschine, mit der Komptech seine Kompetenz in der Aufbereitung von Elektroaltgeräten unter Beweis stellen konnte. Mittlerweile ist die neue Zerkleinerungseinheit seit über einem halben Jahr in Betrieb – mit sichtbarem Erfolg, wie Wollemann betont: „Unsere Maschine ist jetzt immer im Einsatz und läuft sehr gut.“
„Komptech ist ein sehr bodenständiges und lösungsorientiertes Unternehmen.“
Patrick Wollemann,
Teamleiter Technik bei Immark
GROSSE MASCHINEN, GROSSE VISIONEN
Dass sich der Terminator mittlerweile durch nichts mehr aus der Bahn werfen lässt, ist auch gut so: Schließlich hat das nachhaltige Unternehmen, das übrigens einen Großteil seines Strombedarfs aus der eigenen Photovoltaikanlage bezieht, noch ambitionierte Ziele in Sachen Recycling. „Wir möchten durch Innovationen und neue Technologien die Recyclingquote noch weiter nach oben treiben“, so Patrick Wollemann. Auch wenn eine hundertprozentige Recyclingquote eine unerreichbare Vision sei, wolle man doch Kund:innen auf ihrem Weg in eine nachhaltige Industrie unterstützen und auf jeden Fall die Kreislaufwirtschaft weiter fokussieren. „Das schont die weltweiten Ressourcen und schafft gleichzeitig auch neue Ressourcen“, erklärt Patrick Wollemann. Durch die Wiederverwertung müssen weniger Primärrohstoffe abgebaut und in die Schweiz importiert werden, womit Immark einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt leistet. Und mitten in der größten Elektroaltgeräteaufbereitungsanlage der Schweiz trägt der Terminator einen großen Teil dazu bei.
