Forschung

ReWaste F: Intelligente Abfallbehandlung der Zukunft

Das Forschungsprogramm „ReWaste F“ wurde unter der Leitung des Lehrstuhls für Abfallverwertung und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben 2021 gestartet und hat eine Laufzeit von vier Jahren.

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Die EU verfolgt das Ziel, eine umfassende Transformation in Richtung „Kreislaufwirtschaft“ umzusetzen. Dazu zählt insbesondere die Steigerung der stofflichen Verwertung von Siedlungs- und Verpackungsabfällen. Dies soll zu einer deutlich besseren Nutzung der Ressourcen inklusive Wiederverwertung und dadurch sowohl direkt als auch indirekt zur Verringerung von klimaschädlichen Treibhausgasen, wie zum Beispiel CO2 , beitragen.

Das Forschungsprojekt „ReWaste F“ beschäftigt sich damit, inwieweit Sensorik, Digitalisierung, Vernetzung und künstliche Intelligenz die gesamten Aufbereitungsprozesse von gemischten Stoffströmen verbessern können. Die Forschungsarbeiten führt ein multidisziplinäres Konsortium aus Wissenschaft und Industrie durch und Komptech gehört dazu. Im Rahmen des Projektes sollen auch wissenschaftliche Arbeiten – insbesondere Dissertationen und Masterarbeiten – mit dem Schwerpunkt Abfallwirtschaft und -technik entstehen, wodurch die Vorreiterrolle des Forschungs- und Industriestandorts Österreich weiter gestärkt und sichtbar werden soll.

Bessere Recyclingraten durch Digitalisierung

Grundgedanke von ReWaste F ist eine Kommunikation zwischen Abfallqualität und Anlage in Echtzeit. So können Bearbeitungsschritte den Zielvorgaben dynamisch angepasst werden. Die von optischen und physikalischen Sensoren eintreffenden Daten werden vernetzt und in die Prozesssteuerung überführt. Im zweiten Entwicklungsschritt kann sich dadurch eine Abfallaufbereitungsanlage über maschinelles Lernen selbst optimieren. Voraussetzung für diese Art der intelligenten Abfallbehandlung – und Inhalt von ReWaste F – ist die Erstellung einer umfassenden Datenbasis. Als Technologieexperte beteiligt sich Komptech an Versuchsreihen, sowohl in realem als auch Labormaßstab, und Simulationen, mit denen die Auswirkungen
verschiedener Einflussgrößen auf den mechanischen Aufbereitungsprozess erfasst werden. Das Ziel ist eine Datenbank, die sämtliche Parameter der mechanischen Aufbereitung abbildet.

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Ausblick

Das Abfallbehandlungssystem der Zukunft erfordert Flexibilität in Bezug auf die Abfallstromzusammensetzung und eine höhere und (international) qualitätsgesicherte technische Recyclingfähigkeit von wertvollen Sekundärrohstoffen. Instrumente der Industrie 4.0 schaffen hierfür die notwendige Basis. Im Rahmen von ReWaste F entstehen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis neue Technologielösungen, die unseren Kundinnen und Kunden weltweit für die Optimierung der Abfallaufbereitung zur Verfügung stehen.

Infos zum Projekt

Das Forschungsprogramm „ReWaste F“ wurde unter der Leitung des Lehrstuhls für Abfallverwertung und Abfallwirtschaft der MontanUni Leoben 2021 gestartet und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Die Umsetzung erfolgt durch ein Konsortium aus vierwissenschaftlichen Instituten und 14 Unternehmen, darunter Komptech.

Im Rahmen des Projektes erfolgt auch eine Dissertation von Christoph Feyerer, Director Product Management & Marketing, Komptech GmbH. Das Gesamtvolumen von 4,85 Millionen Euro wird aus Mitteln der Österreichischen Forschungsgesellschaft, des Bundeslandes Steiermark sowie der beteiligten Projektpartner:innen erbracht.

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